Lussekatter zum Luciafest

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Seitdem ich als Kind das Buch Weihnachtsbriefe von Felix gelesen habe, in dem der Plüschhase durch die Welt reist und Briefe schreibt, in denen er die Weihnachtsbräuche der verschiedenen Länder vorstellt, möchte ich zum Luciafest am 13. Dezember Lussekatter (Lucia-Katzen) backen.



Das Rezept habe ich von bei call me cupcake gefunden und es hat super funktioniert:


Schmelzt 200g Butter und gebt 1g Safran (holla, ich hatte nur 0,1g gekauft und fand das schon teuer, deswegen musste bei mir 0,1g reichen!), 300ml Milch und 200ml Sahne hinzu. Das ganze sollte handwarm sein, wenn ihr etwas von der Flüssigkeit zu einem zerbröselten Würfel Hefe (42g) gebt. Wenn sich die ganze Hefe aufgelöst hat, könnt ihr die restliche Flüssigkeit hinzugeben. Danach rührt ihr 175g Zucker, 1/2 Teelöffel Salz und ein Ei solange in die Butter-Milch-Hefe-Mischung, bis sich alles gut aufgelöst hat. Zum Schluss gebt ihr nach und nach Mehl dazu. Im Rezept steht etwas von 16dl. Ich habe mit meinem Messbecher abgemessen und -gewogen, dass 7dl etwa 400g Mehl sind. Ich habe als erstes die 400g Mehl eingeknetet und dann nach Gefühl mehr Mehl hinzu gegeben, bis ein glatter und nicht zu klebriger Teig entstand. Dieser Teig muss jetzt gehen, bis sich die Masse in etwa verdoppelt hat.
Ich hatte am Ende 1500g Teig und habe pro Gebäckstück 50-60g Teig genommen und ein kleines "S" geformt. In die Löcher legt ihr jeweils eine Rosine und bestreicht die Lussekatter mit etwas Ei.



Die Lussekatter brauchen jetzt nur 7-9 Minuten bei 250°C im Ofen, deswegen haben wir nur ganz kurz Zeit, uns den Hintergrund des Brauchs anzusehen. Warum man ausgerechnet Katzen backt, weiß ich nicht. Vermutlich ein früher Hype des Cat Content oder so...
Das Fest jedenfalls liegt am 13. Dezember, weil es früher der kürzeste Tag in Schweden war und es danach "bergauf" ging mit dem Tageslicht.
Die Heilige Lucia lebte um 300 auf Sizilien und hat sich dort als Christin um Arme und Kranke gekümmert. Bei ihren Besuchen soll sie einen Kranz aus Kerzen auf dem Kopf getragen haben, daher die Lichterkränze der schwedischen Mädchen. Weil sie als geweihte Jungfrau leben wollte, wies sie einen potentiellen Ehemann zurück, der sie als Christin anklagte. Zu ihrem Tod gibt es verschiedene Überlieferungen, aber ihre Jungfräulichkeit und ihr Tod als Märtyrerin erklären das weiße Gewand und den roten Gürtel bei dem schwedischen Brauch.


Ich fand es mal wieder überraschend, wie schnell die Zubereitung ging, denn ich habe den Teig am Vorabend gemacht und morgens nur noch die "S"förmigen Gebäckstücke geformt und schnell abgebacken. Total lecker mit einer Tasse Kaffee :)

Was für Adventstraditionen habt ihr in eurer Familie?

Ich wünsche euch und euren Lieben eine besinnliche und stressfreie Adventszeit!


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