Saturday Sounds #2 - Thees Uhlmann

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Thees Uhlmann war und ist seit langem die Stimme der Hamburger Band Tomte und hat im August 2011 sein erstes Solo-Album mit dem innovativen Titel Thees Uhlmann veröffentlicht. Ziemlich genau 2 Jahre später folgte dann das Album #2 - daher ist der Herr U. aus H. heute in der zweiten Folge dran, denn besonders kreative Albumtitel müssen auch besonders gewürdigt werden.


An der Musik schätze ich sehr, dass sie ohne zu große Schnörkel auskommt (ist wohl norddeutsch). Textlich zerfallen für mich die Songs der beiden Alben zwei Gruppen: es gibt Lieder, die haben mich sofort, dazu gehören auch die Hit-Singles Am 7. März oder & Jay-Z singt uns ein Lied. Andere Lieder sind beim ersten Hören noch zu sperrig und rutschen deswegen vorerst nicht in meine Lieblingsplayliste, aber da ich ein Album immer von A bis Z höre, bekommen auch diese Werke ihre Chance und überzeugen mich dann durch Texte und Wortspiele, die Zeit brauchen, ihren Charme zu entfalten, dafür hält der länger an. Ich höre mich an einem Thees-Uhlmann-Album nicht satt - bei Tomte ist es nicht anders.


Herr Uhlmann kommt übrigens am 06. März nach Essen. Ich war im November auf dem Konzert im Dortmunder FZW und muss sagen: Lohnt sich! Der Junge und seine Band haben Spaß an Musik und dass er mitten im Pott als Einstieg Weiße Knöchel spielt, einen Song, in dem - relativ - zu Beginn die Verse
Auf Kohle geboren und mit Schulden gelebt.
Quält er sich im Stau über den Ruhrschnellweg.
Dies ist seine Wiege und dies wird sein Grab.
Ein D&W Autocenter fährt er dann ab.
das Heimatherz eines jeden Zechenkinds höher schlagen lassen, beweist, dass er sich doch für die Menschen interessiert, für die er musiziert. Außerdem hat er gestanden, dass der Norddeutsche den Blick auf seine Atomkraftwerke genauso gern hat wie wir unsere Hochöfen und Halden.

Heimat ist Heimat, egal ob Ruhrgebiet oder Niedersachsen.



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