Ich backs mir im August: Tarte crumble aux prunes

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Es gibt Zufälle, die gibt's gar nicht!

Pflaumentarte mit Streuseln

Seit Anfang des Jahres veranstaltet Clara von tastesheriff jeden Monat ein Bake Off unter dem Titel "Ich backs mir". Egal, ob das Motto Zimtschnecken oder Sommerrezepte heißt, die vielen Blogposts mit den tollen Bildern lassen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Ein klassisches Pinterest-Problem: So viele leckere Dinge, aber so wenig Zeit, sie nachzubacken!
Jedenfalls bin ich seit ein paar Monaten stille Beobachterin dieser Aktion und wenn es ein neues Motto gibt, denke ich: "Man müsste mal ... man könnte ja gut ..." und das war's!
So wäre es wohl auch im August gelaufen, wenn nicht ein Zufall dazwischen gekommen wäre: Ich lese gerne und viel und bin sporadisch in dem Social Network Was liest du der Mayerschen unterwegs. Neben virtuellen Bücherregalen zum Archivieren (YEAH!) bereits gelesener Bücher und der persönlichen To-Read-Liste gibt es dort Leserunden. Das funktioniert so: Ein neues Buch wird kurz vorgestellt und man kann sich um ein Freiexemplar bewerben. 20 Leser werden ausgelost, bekommen das Buch zugesendet und können/dürfen/sollen darüber diskutieren. Ich schaue ab und an mal in die Liste der akutellen Bücher und bei dem ein oder anderen Thriller oder nicht zu kitschigem Roman lasse ich mich auf die Bewerberliste setzen - bisher allerdings ohne Erfolg. Als ich am letzten Samstag mittags von Besorgungen zurückkam, musste ich über einen dicke Umschlag fluchen, der sich im Briefschlitz verkeilt hatte. Wir hatten doch nix bestellt, oder?! Neugierig wie ich bin, habe ich den an mich adressierten Umschlag schon auf der Treppe aufgerissen und - tada! - ein Freiexemplar von "Tartes & Tartelettes" von Aurélie Bastian! Das passt ja wie die Faust auf's Auge!

"Tartes & Tartelettes" von Aurélie Bastian

Nun hatte ich endlich genug Motivation aufgehäuft, um an der Ich backs mir Aktion teilzunehmen. Und weil mein Opa viele Zwetschgen geerntet hat und meine Mama sie netterweise in praktischen Beuteln mit je 50 Pflaumenhälften eingefroren hat, musste es einfach eine Pflaumentarte werden. Der Franzose sagt dazu Tarte crumble aux prunes - wieder was gelernt!

Tarte crumble aux prunes

Für eine eckige 23 x 23cm Tarteform oder eine runde 26er Form benötigt ihr 250g Mehl, 125g zimmerwarme Butter, 60g Zucker, 1 Ei und etwas Vanillemark. Diese Zutaten verarbeitet ihr zu einem glatten Teig. Fleißiges Kneten führt zum Erfolg und spart das Fitnessstudio! Der Teig wird dünn ausgerollt und vorsichtig in die eingefettete und bemehlte Form gelegt und jetzt wird blind gebacken! Das hört sich kompliziert an, ist aber eine simple Nummer: Bedeckt den Teig mit Backpapier, füllt die Form mit trockenen Erbsen, Linsen oder Bohnen und backt das Konstrukt bei 180°C Ober-Unterhitze für 10 Minuten. Dann runter mit den Hülsenfrüchten und dem Backpapier und weitere 10 Minuten backen. In der Zwischenzeit könnt ihr schon die Streusel vorbereiten: Knetet 100g Mehl, 50g Zucker und 50g Butter zusammen bis der Teig krümmelig ist. Jetzt kommt das Obst ins Spiel: Im Rezpt steht, dass 800g Pflaumen mit Kernen gebraucht werden. Ich habe einen Mama-Beutel, also 50 halbe Pflaumen, verwendet. Das hat mir das Entkernen und Halbieren bzw. Vierteln erspart - juhu! Wie auch immer: Platziert die Pflaumen auf dem Teig und streut die Streusel drüber. Jetzt kommt die Tarte für ca 35 Minuten bei 190°C Umluft in den Backofen.

Nochmal zurück zum Backbuch: Ich war erst skeptisch, weil ich Tartelettes für unnötigen Kram halte. Ich habe eine Tarteform, die ist ganz okayish, warum sollte ich mir noch eine quadratische Form und einige kleinere Förmchen zu legen?! So häufig kann man die Häppchen doch gar nicht zubereiten, dass sich das lohnen würde. Aber Aurélie Bastian hat im hinteren Buchteil eine praktische Umrechentabelle zusammgestellt, sodass man die Zutatenmenge an die eigene Tarteform anpassen kann - spitze! Außerdem mag ich die ausführliche und bebilderte Anleitung für eine perfekte Tarte. Die Rezepte reichen von bodenständig (Apfel- oder Pflaumentarte) bishin zu raffiniert - oder wie ich sagen würde: aufwändiges Backen mit intensiver Zutatenjagd, denn auch wenn ich Esskastanien liebe, werde ich wohl kaum nach kandierten Kastanien und Kastanienmehl suchen. Im Buchhandel hätte ich mir dieses Backbuch trotz der schönen Bilder und vielfältigen Rezepte wohl nicht gekauft, weil ich die meisten Rezepte von Foodblogs oder aus Rezeptportalen nehme. Falls ihr aber einen Hobbybäcker beschenken möchtet, ist das Buch zusammen mit einer Kostprobe sicherlich ein tolles Geschenk.

Ich freue mich schon auf das nächste Ich backs mir Thema! Vielleicht schaffe ich es ja wieder. Ansonsten bleibt mir noch, euch das passende Ich backs mir-Pinterestboard zu empfehlen.


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