Die Serien-Blogparade bei Frau Margarete

Es geht um Leben und Tod!
In Frau Margaretes Serienblogparade, also keine Panik!

+++ SPOILER ALERT +++ SPOILER ALERT +++ SPOILER ALERT +++
Da die Szenen um Leben & Tod das Herzstück der Serien sind, kommt dieser Blogpost nicht ohne Spoiler aus. Insbesondere solltest du bei den folgenden Serien auf dem neusten Stand sein:
Mad Men [Staffel 5], Game of Thrones[Staffel 4], Sherlock [Staffel 2]
Sag nicht, ich hätte dich nicht gewarnt!
 +++ SPOILER ALERT +++ SPOILER ALERT +++ SPOILER ALERT +++

Leben und Tod
Welcher Serientod ging dir richtig nah oder war richtig dramatisch?
Hast du dich vielleicht schon mal über einen Serientod gefreut?
Und welche Szenen zum „Leben“ blieben dir im Gedächtnis: Vielleicht ein besonders dramatische oder emotionale Geburt?
Szenen, in denen jemand nur knapp überlebt hat und das Leben dann wieder zu schätzen wusste?

Welcher Serientod ging dir richtig nah oder war richtig dramatisch?

An dieser Stelle MUSS ich einfach das Finale der zweiten Sherlock-Staffel nennen.
Sherlock trifft sich mit seinem Erzfeind Moriarty auf dem Dach des St. Bartholomew Hospitals zum Show Down, um das „letzte Problem“ zu lösen. Moriarty macht Sherlock klar, er müsse nun Selbstmord begehen, indem er vom Dach des Krankenhauses springe, um zu verhindern, dass Moriartys Leute John, Mrs. Hudson und Lestrade töten. Die Psycho-Spielchen zwischen den beiden genialen Verrückten gehen hin und her und enden damit, dass Moriarty sich in den Kopf schießt. Sherlock ist klar, dass er jetzt öffentlich umkommen muss, um seine Freunde vor Moriartys Killer-Kommandos zu bewahren. Der Mann, der sich eben in den Kopf geschossen hat, kann den Tötungsbefehl wohl kaum widerrufen. John steht vor dem Krankenhaus und beobachtet entsetzt, wie Sherlock tatsächlich springt. Im entscheidenen Moment wird John von einem Radfahrer angefahren und stürzt. *SCHOCK!* John und wir Zuschauer sehen, wie Sherlocks lebloser Körper auf einer Bahre ins Krankenhaus weggebracht wird. Grausames Ende einer ganzen Staffel, denn der geneigte Zuschauer weiß, dass er jetzt wieder ewigst auf die Fortsetzung warten muss.




Wer weiß, dass diese Folge 'Die Reichenbachfälle' heißt, ist klar im Vorteil, denn dann ahnt man, dass es nur ein vorgetäuschter Tod ist. Hilft aber nur bedingt, denn so grübelte ich bis zur Auflösung darüber, wie Sherlock das wohl hinbekommen hat.

*****

Ein Serientod, der nicht so episch und inszeniert war, mir aber noch sehr präsent ist, weil ich die Folge erst vor kurzem gesehen habe, ist der Selbstmord von Lane Pryce in der 12. Episode der fünften Staffel
Mad Men. In der Folge entwickelt sich Schritt für Schritt und unaufhörlich alles gegen Pryce und im Nachhinein fallen einem unzählige kleine Szenen ein, die zu seinem Entschluss geführt haben. Besonders tragisch: Sein Suizidversuch im nagelneuen Jaguar scheitert, weil das Auto nicht anspringt. Am nächsten Morgen finden seine Kollegen ihn erhängt in seinem Büro.



Die detailierte Anlage dieses dramatischen Ereignisses führt einem vor Augen, dass die Anzeichen für katastrophale Entscheidungen und Verzweiflung eigentlich offensichtlich sind - man müsste nur mal auf seine Mitmenschen achten.

Hast du dich vielleicht schon mal über einen Serientod gefreut?

So richtig auf die Nerven ist mir noch keine Figur gegangen, dass ich mir ihren Tod gewünscht hätte. Ich finde, dass auch ein unangenehmer Charakter einer Serie eine gewisse Würze geben kann und muss. Auf Escape Pod wurde z.B. der Tod von König Joffrey als erfreuliches Ereignis genannt, aber da ich zu den Game-of-Thrones-Schauern gehöre, die vorher die Bücher gelesen haben, hat mich dieser Tod nicht überrascht und ich bin mir sicher, dass in George R. R. Martins Welt für jeden gemeuchelten Tyrannen irgendwo in Westeros zwei bis drei neue Despoten geboren werden. Bei jedem Toten in Westeros bin ich froh, wenn es nicht einen meiner Lieblingscharaktere getroffen hat. Und da sich in Zukunft die Handlung der Serie (noch) stärker von der der Romane unterscheiden soll, wird mir mein Vorwissen wohl immer weniger vor (bösen) Überraschungen schützen. Ich bin gespannt!

Und welche Szenen zum „Leben“ blieben dir im Gedächtnis:
Vielleicht ein besonders dramatische oder emotionale Geburt?
Szenen, in denen jemand nur knapp überlebt hat und das Leben dann wieder zu schätzen wusste?

Ich schaue kaum Krankenhaus- oder Herzschmerzserien, deswegen fällt mir keine einzige Geburtsszene ein. Die Einstellung zum Leben, die Walter White in Breaking Bad hat. Klar, Drogen und Kriminalität sind böse - wissen wir! - aber an der Serienfigur finde ich es spannend, dass jemand mit der niederschmetternden Diagnose Lungenkrebs das Leben so anpackt. Hut ab! Im echten Leben hätte er sich wohl besser in einem Kinderheim engagiert oder eine Stiftung gegründet oder für seine Familie ein Ferienhaus gebaut - aber das wäre für uns Zuschauer nur halb so spannend gewesen.

Gut, dass man die Dramen der Serienhelden nicht im echten Leben erleben muss. Oder schade?
Wenn du wissen möchtest, was andere Blogger durch Serien vom Leben und Tod gelernt haben, welche Szenen ihnen nahe gegangen sind oder welcher Tod sie sehr traurig gemacht hat, schau in Frau Margaretes übersichtliche Übersicht der Serienparade!


Ich sehe aus wie ein Ingenieur.


Na gut, genau genommen wie eine Ingenieurin, aber auf das *in lege ich persönlich keinen gesteigerten Wert.

Worauf ich aber großen Wert lege, ist, dass die Fähigkeiten eines Menschen nicht nach seinem Aussehen bewertet werden. Wie muss denn ein guter Ingenieur oder Programmierer aussehen? Weiß, männlich, Mitte 20, blass, im schwarzen Hoodie und entweder dürr oder übergewichtig?

Samstag hat Isis Wenger ein kurzes Essay veröffentlicht, in dem sie die Reaktionen auf ihr Gesicht in einer recruiting Kampagne für ihre IT-Firma beschreibt. Es gab positive, aber auch viele negative, sexistische Kommentare, die Isis dazu bewegt haben, den Artikel zu schreiben.

@flyingjenny (jen scheer) by pixbymaia

Ich gehöre zu den Frauen, die sich in der Technikwelt wohl fühlen. Ich arbeite gerne mit Männer zusammen und - bisher - habe ich noch nicht erlebt, dass es für mich ein Nachteil gewesen wäre, ein weiblicher Alien in dieser Welt zu sein. Im Gegenteil: Als Frau habe ich einen riesigen Wiedererkennungswert! In meinem Praktikum habe ich zum Beispiel jemanden getroffen, der meine Matheaufgaben im ersten Semester korrigiert hat. Auch nach mehreren Jahren konnte er sich an mich erinnern, weil ich meinen Namen in lila auf die Abgabezettel geschrieben habe. Bei vielleicht 10 Frauen im Kurs machen das nicht so viele.
Ein anderes Beispiel: Eine ältere Kollegin hält auf einer Konferenz einen Vortrag und obwohl es an dem Tag viele, viele Präsentationen gibt, können sich beim gemeinsamen Abendessen noch viele Teilnehmer genau an sie und ihr Thema erinnern - einfach WEIL sie eine Frau ist und so aus der Masse hervorsticht.

@lirarandall (lisa randall) in LEGO by pixbymaia

Liebe Menschen, wir haben das Jahr 2015 und Frauen und Männer dürfen (in Deutschland, in Europa,...) zum Glück werden, was sie wollen. Wunderbar! Könnten wir bitte über dieses "Ach, das hätte ich aber nicht von dir gedacht! Danach siehst du gar nicht aus!" hinwegkommen. Das wäre großartig, danke!

Wer wissen möchte, wie Ingenieurinnen so aussehen, sucht auf Twitter oder Instagram mal nach dem Hashtag #ILookLikeAnEngineer.


Ein bisschen schade finde ich, dass die ganze Aktion etwas sehr feministisch ist, denn es gibt doch sicherlich auch Männer, deren Erscheinungsbild nicht dem Erwartungswert für einen durchschnittlichen Ingenieur entsprechen - weil sie eben überdurchschnittlich sind!

@planetdr (sarah horst) by pixbymaia

P.S.: Die tollen LEGO-Bilder sind übrigens von Maia Weinstock. Folgt ihr auf Twitter oder Flickr!
Wenn du schon mal in Skandinavien warst, weißt du, dass das Leben dort signifikant teurer ist als in den meisten deutschen Städten. Klar, auch in München, Berlin und Hamburg findet man überteuerte Cafés, aber man hat doch genügend preiswerte Auswahl und beim Einkauf im Supermarkt hab ich nie das Gefühl, mein halbes Monatsgehalt für Gummibärchen, Schokolade oder Alkohol auszugeben. Gut, das könnte daran liegen, dass dich diese Produkte so gut wie nie kaufe, aber das ist ein anderes Thema...

Das wunderschöne Kopenhagen ist in jedem Fall eine Reisewert, allerdings schrillen bei der Kombination Skandinavien + Hauptstadt die Alarmglocken jedes Kontos. Ich war im letzten September mit meiner Schwester in Kopenhagen, hatte eine tolle Woche und war danach nicht pleite, obwohl wir so, so viel schönes gesehen und leckeres gegessen haben.
Hier habe ich 5 Tipps für kostenlose Dinge, die man in Kopenhagen unternehmen kann, zusammengestellt. So kannst du deine Reisezeit mit preiswerten Erlebnissen auspolstern und es bleibt mehr Budget für den Tivoli, für Tuborg und is med guf übrig.

#1 Free Walking Tour


Copenhagen Free Walking Tour

Wenn du zum ersten Mal in der Stadt bist, lohnt es sich, eine Stadtführung zu machen, damit du einen guten Überblick über Kopenhagen bekommst und dich in den nächsten Tagen im Idealfall mühelos in der Stadt orientieren kannst. Kopenhagen ist so kompakt, dass du im Grunde alles zu Fuß erreichen kannst. Wenn du lauffaul bist, kannst du dir auch ein Rad leihen. Wir haben es aber gut ohne Verkehrsmittel geschafft.

Copenhagen Free Walking Tour with Jarod

Als Stadtführung kann ich dir die Free Walking Tour empfehlen. Wir haben die Grand Tour of Copenhagen mit Jarod gemacht. Supercooler Guide, wir haben die ganze Innenstadt entdeckt und es gab viele fun facts. Die Führungen sind auf Englisch und starten täglich um 11 Uhr vor dem Rathaus. Die grünen Schirme kannst du gar nicht verfehlen. Am Ende bitten die Guides um Trinkgeld - und das hat sich Jarod in jedem Fall redlich verdient. Außerdem kann ich dir empfehlen, noch nach Restaurant-Tipps zu fragen. Jarod hat uns zu Bertels Salon gelotst - BEST.CHEESECAKE.EVER.

#2 Rathaus



Wenn du eh um 11 Uhr am Rathaus bzw. Rådhus sein möchtest, weil dort die Stadtführung startet, gebe ich dir den Tipp, einige Minuten eher da zu sein, denn auch ein Blick INS Rathaus lohnt sich - und ist kostenlos. Ich denke, das Foto gibt einen guten Eindruck, warum dieses Gebäude ein echtes Schmankerl ist.
Dieses Rathaus ist schon das sechste in der Kopenhagener Stadtgeschichte und wurde 1905 eröffnet.
Nimm dir etwas Zeit und entdecke die Etagen, Balkone und Treppenhäuser. Im Eingangsbereich gibt es Jens Olsens Weltuhr zu sehen. Sie zeigt nicht nur die Uhrzeit an sondern auch Planeten- und Sternenkonstellationen. Ziemlich beeindruckend!

#3a Folketinget


Folketing im Schloss Christiansborg | Kamin im Flur

Das Folketinget, also die Volksversammlung, ist das dänische Parlament. Es hat seinen Sitz im Schloss Christiansborg in Kopenhagen. Und man kann an einer kostenlosen Führung teilnehmen, bei der man das wunderschöne Schloss besichtigt und viele Hintergrundinformationen zur dänischen Regierung und Politik erhalten kann. Das war wirklich nicht so dröge wie es jetzt klingt. Ich fand es sehr spannend, mal etwas mehr über die Politik unserer nördlichen Nachbarn zu erfahren.

Folketing im Schloss Christiansborg | Portrait von Anders Fogh Rasmussen

Besonders die Porträts der dänsichen Ministerpräsidenten - als Beispiel habe ich das Bild von Anders Fogh Rasmussen abgelichtet - sowie der Paternoster sind sehenswert.

Folketing im Schloss Christiansborg | Paternoster

Du kannst dich im Internet für einen Termin anmelden oder einfach spontan schauen, ob es noch Tickets gibt. Sichtbare Sicherheitsmaßnahmen gab es - zumindest im letzten September - kaum, die Dänen sind da deutlich relaxter als die Amerikaner. Du kannst also deinen ganz normalen Rucksack mitnehmen und im Gebäude sogar Fotos machen.

Folketing im Schloss Christiansborg | Sitzungssaal

#3b Entspannen im Park


Det Kongelige Biblioteks Have

Wenn du noch etwas Zeit vor oder nach der Führung durchs Parlament hast, geh rüber in Det Kongelige Biblioteks Have, also den Garten der königlichen Bibliothek. Dort steht eine Statue von Søren Kierkegaard und es ist praktisch mitten in der Stadt total ruhig - wenn nicht grad eine Schulklasse dort eine Ralley oder so macht.

Det Kongelige Biblioteks Have

#3c Turm


Schloss Christiansborg | Tårnet

So, und jetzt das wahre Highlight von Schloss Christiansborg: Der Turm bzw. Tårnet!
Vom Turm aus hast du einen tollen, einzigartigen Blick über ganz Kopenhagen, denn es ist der höchste Turm der Stadt. Um auf Aussichtstürme zu steigen, zahlt man in anderen Metropolen ziemlich viel Geld, in Kopenhagen ist es aber tatsächlich kostenlos! Der Turm ist täglich - außer montags - geöffnet.
Als wir dort waren, waren wir die einzigen Gäste - unfassbar. Vielleicht wissen die meisten Besucher einfach nicht, was ihnen entgeht. Man blickt über die ganze Stadt - und an klaren Tagen sogar bis nach Schweden!

Schloss Christiansborg Tårnet | Blick nach Westen

Die Social Media Experten unter euch nutzen übrigens den Hashtag #taarnet auf Instagram, Facebook und co.

Schloss Christiansborg Tårnet | Blick nach Osten

#4 Superkilen

Superkilen ist ein öffentlicher Park und gleichzeitig ein Kunstprojekt im Kopenhagener Stadtteil Nørrebro. Das Kunstprojekt stammt von der dänsichen Künstlergruppe Superflex und wurde 2012 eröffnet.

Superkilen | Schaukeln auf dem roten Platz

Die ganze Anlage feiert die Vielfältigkeit des Viertels: Es gibt Elemente aus über 50 Nationen in drei Bereichen: Ein roter Platz, ein schwarzer Markt und ein grüner Park. Der rote Platz ist ein Knaller: ALLES ist rot, orange oder pink. Es gibt Sportgeräte und sogar Doppelschaukeln für Erwachsene, bei denen man fast anstehen muss, um mal ein paar Minuten darauf zu relaxen.

Superkilen | Schwarzer Markt

Wir haben sowieso im Stadtteil Nørrebro gewohnt, deswegen war Superkilen nur einen Abendspaziergang entfernt. Ansonsten ist es aber soweit nord-westlich, dass ich dir ein Fahrrad empfehle, damit nicht zu viel Zeit für den Hin- und Rückweg drauf geht.

#5 Botanisk Have


Botanisk Have | Historisches Palmenhaus

Ein schöner Botanischer Garten ist eine Perle in jeder Stadt. Kopenhagen hat natürlich auch ein standesgemäßes Exemplar, durch das wir am Abreisetag eine kleine Runde gedreht haben.
Der eigentliche Garten wurde schon 1600 gegründet, aber erst 1874 an seinem heutigen Standort eingeweiht. Besonders sehenswert finde ich die historischen Gewächshäuser. Das Palmenhaus ist tatsächlich von 1874 und wunder, wunderschön!

Botanisk Have | Kakteen

Bei der Recherche für diesen Blogpost habe ich gelesen, dass es ein extra gekühltes Haus für arktische Pflanzen gibt. Das haben wir leider nicht gesehen, aber ich freue mich, wenn du bei deinem Kopenhagen-Trip für mich einen Blick rein wirfst und Fotos machst.

Botanisk Have | Blume

So weit meine fünf kostenlose Kopenhagen-Tipps.
Ich komme ganz sicher wieder. Vielleicht schon nächstes Jahr?!

Was ist dein Kopenhagen Highlight?


P.S.: In Kopenhagen - und in ganz Dänemark - zahlt man in vielen Museen keinen Eintritt. Manchmal ist das Museum generell kostenlos, manchmal für Menschen unter 18 Jahren, manchmal an einem Tag der Woche oder abends. Es lohnt sich, bei der Ausflugsplanung auf der Webseite der Museen nachzusehen.
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