Die Serien-Blogparade bei Frau Margarete

Meistens weiß ich, in welcher Stadt bzw. in welchem Land die Serie spielt, die ich gerade schaue. Aber woher kommen die Serien? Also, wer hat sie produziert bzw. das Drehbuch geschrieben? Schaut man hinter die Kulissen, muss man feststellen, dass doch das allermeiste Serienjunkie-Futter von Netflix, Amazon, BBC & co - also aus den USA oder aus Großbritannien kommt.
Im siebten Teil von Frau Margaretes Serienblogparade geht es um die Serien, die eben nicht von dort sind, wo alle herkommen:

Stadt, Land, Fluss

Die meisten bzw. die bekanntesten Serien kommen aus dem englischsprachigen Raum – welche Serien kannst du empfehlen, die nicht aus den USA oder aus Großbritannien kommen?
Welche deutschen Serien sind deine Favoriten?
Oder hast du vielleicht sogar ein paar Exoten in deiner Watchlist?

Ich habe lange gebraucht, bis ich mich an diesem Teil der Serienblogparade beteiligt habe, denn - ganz ehrlich - mir fällt kaum eine Serie ein, die ich gerne schaue, die NICHT aus den USA oder aus Großbritannien kommt. Letztendlich habe ich mir meinen Account bei TVShowTime zur Hilfe genommen, denn da protokolliere ich alle Serien und Episoden, die ich schon geschaut habe oder die ich gerne gucken möchte. 3 deutsche Serien, die mir gut gefallen, habe ich dann doch gefunden:

Tatort

Natürlich DER deutsche Fernsehklassiker. Und während mich Vorabendserien wie Verbotene Liebe oder Lindenstraße kalt lassen, ist der Tatort am Sonntagabend fest eingeplant. Dank Teletwitter unter dem Hashtag #Tatort machen sogar traschige bis grottenschlechte Folgen Spaß. Wenn du nicht auf Twitter bist oder dich dein Smartphone zu sehr von der Handlung ablenkt, schalte einfach den guten alten Teletext auf Seite 777 ein. Da werden dir unten am Bildschirm die Twitter-Highlights geliefert.

Der Tatortreiniger



Nach nur 4 Staffeln hat Bjarne Mädel als Schotty Kultstatus erreicht - finde ich. Er ist trocken und norddeutsch, ehrlich und urkomisch. Mir gefällt, dass in der low budget Produktion die Charaktere die wirklichen Stars sind und sich niemand hinter Special Effects oder aufwändigen Kostümen verstecken kann. Die Schauspieler müssen richtige 'Typen' verkörpern.
Achte mal drauf, meistens wird nur ein Zimmer plus eventuell der Vorgarten oder so gezeigt.
Absolute Empfehlung, falls du die Serie wirklich noch nicht gesehen hast!


Eichwald, MdB



Im Frühjahr diesen Jahres hab ich die Mini-Serie Eichwald, MdB, produziert und ausgestrahlt vom ZDF verschlungen. Auch wenn die Folgen mal wieder in die tiefste Nacht verbannt wurden, konnte man sie sich jeder Zeit online in der Mediathek ansehen. Ein Hoch auf das ZDI ;-)
Die Serie ist eine Polit-Satire rund um Hans-Josef „Hajo“ Eichwald, einem fiktiven Bundestagsabgeordneten, und seinen Mitarbeitern. In bester Stromberg-Manier gibt es Büro- und Politiker-Klischees und das ganze, ohne dass es zu platt würde.
Die 4 Folgen der ersten Staffel kannst du dir übrigens noch immer kostenlos in der Mediathek ansehen. Hoffentlich bleibt es nicht bei einer Staffel!


Und woran liegt's?

Tja, woran liegt es, dass ich fast ausschließlich Produktionen von Amazon, Netflix oder der BBC schaue?
Ich habe den Eindruck, dass die deutschen Fernsehproduktionen - egal ob Serie oder Spielfilm, Privatsender oder Öffentlich Rechtliche - irgendwo zwischen den 70ern und 90ern festhängen: Traumschiff, GZSZ, Sturm der Liebe oder Heimatfilme reißen mich nicht vom Hocker. Eigenproduktionen wie der Tatortreiniger oder Eichwald, MdB werden spät in den Abend und auf die kleineren Senderableger wie NDR, ZDFneo oder EinsPlus verbannt. Gefühlt liegt das daran, dass man die Sehgewohnheiten der Ü60-Zuschauer, die schon IMMER am Mittwoch um 20:15 Uhr dies oder das gucken, nicht stören möchte. Wenn selbst zugekaufte Topserien wie Sherlock oder The Knick auf unattraktive Sendeplätze verbannt werden, spricht das Bände. Ich würde mich über mehr Mut bei den deutschen Programmchefs freuen. Man kann sich sein Publikum sicherlich auch zu einem offenen, jugendlichen und innovativen Fernsehgeschmack erziehen - oder man sitzt in verrauchten Hinterzimmern und fragt sich grummelig, warum alle diese hippen amerikanischen Serien auf Netflix & co schauen.
[Na gut, kann den Fernsehmachern im öffentlich-rechtlichen Bereich auch egal sein: Die Rundfunkgebühren sprudeln ja trotzdem. Aber DAS ist ein anderes Thema...]

Und jetzt du: Welche Serie, die nicht aus den USA oder aus Großbritannien kommt, sollte ich mir unbedingt ansehen?
Wenn du wissen möchtest, welche Serien andere Blogger empfehlen, dann schau in Frau Margaretes übersichtliche Übersicht der Serienparade!
Liebe Menschen, das #12von12 im August ist bei mir irgendwie hinten rübergefallen, obwohl ich auf Instagram alle 12 Bilder geknipst und gepostet hab.

Wat soll's!
Neuer Monat, neue Chance!

12 von 12 im September 2015

Mein 12 von 12 im September


12 von 12 im September 2015

Guten Morgen! Weil Samstag ist und ich wegen nix und niemandem außer mir selbst aufstehen muss, bleibe ich noch etwas im Bett und lese die 11FREUNDE. Ja, ich bin ein Fußball-Nerd. // Irgendwann hab ich mich dann aber doch in die Senkrechte begeben und starte den Tag mit einer kleinen Laufrunde, auch wenn's etwas tröpfelt. Rain or shine - der Trainingsplan hat recht! // Nach der Dusche gibt's ein ordentliches Samstagsfrühstück: Tee, Obstsalat und Sojajoghurt mit ein paar Mandelsplittern - lecker. // Mittags kann ich die Startunterlagen für den CRAFT Women's Run im Olympiapark abholen. Hui, alles schon ganz schön pink ... ähm... beerig hier. Ist ja nicht so meine Farbe, aber was will man machen?! Ich freu mich jedenfalls auf 8km auf vertrauten Wegen und bei fast zu warmen Wetter.

12 von 12 im September 2015

Der Kühlschrank will noch mit allerlei frischem Zeugs (Bananen, Avocado, Käse und ... Windbeuteln) aufgefüllt werden. Erledigt! Ich bin sogar am Ben & Jerry Eis vorbei gegangen, OBWOHL es reduziert war und 'Mama' zu mir gesagt hat. // Zuhause lege ich mir die Klamotten raus. Natürlich ist alles pink und rosa. Sogar mein InvisiBobble Haargummi hat die Farbe Fancy Flamingo. Na, wenn das mal nix werden wird! // Nach dem Lauf ist vor der Blackroll. Damit knete ich die müden Muskeln einmal von vorne bis hinten durch, damit ich schnell wieder einsatzbereit bin. Für die 8km hab ich übrigens 49:35 Minuten gebraucht. Das ist zwar keine Weltjahresbestzeit, aber es hat wirklich Spaß gemacht, obwohl es viel wärmer war als erwartet. Der Finisherbeutel konnte sich übrigens sehen lassen: Leckere Fruchtriegel, 2 Treacle Moon Fläschchen und Alpro Mandelmilch sind nur die Highlights. // Im 'verkalkten' München ist das leider eine wöchentliche Pflichtaufgabe, auch wenn ich weiß Gott kein Putzteufel bin. Die Dusche muss aber entkalkt werden, sonst hab ich Milchglasscheiben. Ein regelmäßiger Termin im Handy erinnert mich daran. Und eeeeeigentlich dauert's auch gar nicht lange.

12 von 12 im September 2015

Zum Abendessen gibt's Tortelloni. Ich teste mich durch das Sortiment von dmBIO. Heute landete die Sorte 'Ricotta Spinat' im Kochtopf. Bisher fand ich die am besten. 'Tofu' und die Sorte mit Käse haben mir nicht so gut geschmeckt. // Abends bewundere ich die vielen, vielen Dunkelblautöne am Himmel. Herrlich! Auch deswegen ist der September einer meiner Lieblingsmonate. // Im Fernsehn läuft Schlag den Raab, aber ich weiß schon um 21 Uhr, dass mich der Schlaf schlagen wird, bevor ein Sieger gefunden ist. Egal, ich fühle mich trotzdem gut unterhalten und mümmel dabei ein paar Minion Haribos. // Bevor's ins Bett geht, noch ein irres Badezimmerselfie. Gute Nacht, Welt!

P.S.: Weitere 12 von 12-Posts sammelt - wie immer - Caro von Draußen nur Kännchen!
Fragt man mich nach meinem Musikgeschmack, würde die ehrliche Antwort "eigentlich so alles" lauten, denn wie kriege ich Fettes Brot, Frank Turner, GLORIA, Jan Delay, Thees Uhlmann, Olli Schulz, Herbert Grönemeyer, Die Toten Hosen, Dendemann, Dropkick Murphys und noch so einige andere unter einen Hut?
Ein bisschen Indie, ein bisschen Hip Hop, ein bisschen Punk, ein bisschen Rock, ein bisschen Pop und das mal auf Deutsch, mal auf Englisch.
Ein "eigentlich so alles"-Hörer bekommt aber - zu recht! - häufig skeptische bis abfällige Blicke und sein Musikgeschmack wird grundsätzlich in Frage gestellt. Deswegen bin ich dazu übergegangen, eine handvoll Bands aufzuzählen - das klärt die Lage dann in der Regel.



Gestern habe ich ein Interview von Fettes Brot mit dem Hamburger Abendblatt gelesen, das mir gezeigt hat, was die Bands, die ich besonders schätze, gemeinsam haben: Rückgrat!
Klar, nur Moralapostel-Mukke will niemand hören. Ich gehe auf Konzerte von Kraftklub und Fettes Brot sicherlich nicht (nur) wegen der politischen Haltung der Band oder der Message der Texte, sondern auch weil man sich immer auf eine amtliche Party einstellen kann.
Wenn ich Musik aber nur so für mich höre, z.B. samstags beim Frühstück oder beim Bus fahren, dann sind mir gute Texte wichtig. Eine neue CD (ja, ich kaufe noch diese silbrigen Scheiben) wird direkt ZWEImal gehört: erst mal einfach so, um die Stimmung einzufangen, Lieblingslieder auszumachen und die Aufregung über den Neuzugang zu bremsen. Für den zweiten Durchgang pule ich dann das Booklet aus der Hülle und lese die Lieder Zeile für Zeile mit.
(Liebe Künstler, wenn ihr schon noch "echte" CDs rausbringt und nicht nur iTunes Downloads anbietet, dann nehmt euch auch noch Zeit und schreibt die Songtexte in ein kleines Heftchen. Danke!)
Ein gutes Album überzeugt mich beim ersten UND beim zweiten Hören. Und ein ausgezeichnetes Album packt mich bei jedem Hören neu und ich kann auch beim 100sten Mal noch ein neues Wortspiel, einen Vergleich, eine neue Interpretation finden.


Mein Gedankenpalast ist ein Plattenladen. Wirklich. Ich kann mir kaum etwas merken, aber wenn ich mir etwas merke, dann sind es Liedtexte. Nach ein paar Durchgängen kann ich die meisten Lieder von vorne bis hinten mitsingen. Na gut, mitsingen kann ich nicht, aber das liegt eher am Singen als an meiner Textsicherheit. Und diese Information wird in meinem Gedächtnis einfach nicht aussortiert. Die Lieder, die ich als Kind gehört hab, sind immer noch präsent. Schmeiß Lauschgift von den Fantastischen Vier an und ich bin voll am Start!


Als Kinder haben meine Schwester und ich uns gerne die Ärzte und Hosen Alben aus dem CD-Regal meiner Eltern geliehen. Lieder wie "Willkommen in Deutschland", "Madeleine aus Lüdenscheid" oder "Schrei nach Liebe" haben zügig Rolf Zuckowski abgelöst - kann man machen, hätte schlimmer kommen können.
Was aus einer Generation wird, die mit Helene Fischer aufwächst? Keine Ahnung!
Vielleicht, nein hoffentlich! rebelieren sie gegen ihre Eltern. Gegen All-inclusive-Urlaub auf Mallorca, gegen Wendler und Helene, gegen 80qm Reihenhäuser, gegen Putenbrust aus dem Discounter und gegen das G8-Abi.
Während ich mich über die ganzen satten und gleichgültigen Menschen aufrege, wird vermutlich einfach nur der Boden für die Sex Pistols 2.0 bereitet.



Ich stimme Curse zu: "Ich bin dagegen, gegen alles zu sein!"
Aber viel wäre schon getan, wenn die Menschen überhaupt formulieren könnten, wofür und wogegen sie sind - und warum.
NSA, TTIP, Flüchtlinge, Bildung, Massentierhaltung,... es gibt genug Themen und Herausforderungen, die wir in unserer Gesellschaft haben und die sicherlich nicht mit der Einstellung "Passt schon. Läuft. Mutti macht das. Mir geht's doch gut." bewältigen können.
Zu allem habe ich auch keine fundierte Meinung, aber ab und an mal über den Tellerrand schauen, mit Freunden diskutieren und mehr als nur Spiegel Online zu einem Thema lesen hilft schon.


Liebe Menschen,
traut euch raus aus eurer Komfortzone und der zuckersüßen, rose Schlagerwelt!
Hebt eure Hand hoch!
Seid wieder GEGEN und - noch wichtiger - FÜR was!
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