An meinem Job liebe ich, dass es ständig etwas Neues zu sehen und zu verstehen gibt: neue Kunden, bneue Kontakte, neue Produkte, neue Technik - und eben neue Städte, je nach dem wo die Firmen, die wir beraten, sitzen. Klar, eine neue Stadt kann auch schon mal ein Kaff auf der Schwäbischen Alp sein, in dem der letzte Bus abends um 18 Uhr fährt und es nachts stockfinster ist. Manchmal, manchmal hat man aber auch Glück.

Running Barcelona | Die Stadt erwacht...

Letzte Woche hat es mich nach Barcelona verschlagen. Ich war ehrlich gesagt noch nie in Spanien bzw. Katalonien - shame on me! - und ich hab mir auch nicht ausgerechnet, dass ich innerhalb von 3 Tagen und 2 Nächten, die mit Meetings, Vorträgen, Abendessen und wichtigem Small Talk in den Kaffeepausen verplant waren, sonderlich viel von der Stadt sehen werde.
Um die Zeit optimal zu nutzen, habe ich meine Laufsachen in den Koffer geschmissen und bin wenigstens an einem Morgen ein Runde gelaufen.



Vom Hotel in Sants ging es gut 2km zum Montjuïc. Die Font màgica war morgens um 7 Uhr noch nicht in Betrieb, muss aber bei Beleuchtung und mit Musik ein tolles Bild abgeben. Ich hüpfe also die Stufen zum Palau Nacional hoch. Von oben habe ich einen fantastischen Blick auf die Straßen, die langsam erwachen und durch die sich der erste Berufsverkehr schlängelt. Es sind auch schon ein Maler und zwei Fotografen am Start, um das großartige erste Licht des Tages zu nutzen.

Running Barcelona | Ausblick vom Montjuïc

Ich folge der Passeig de Santa Madrona nach Südosten mit dem ehrgeizigem Ziel, den Berg zu umrunden. Vielleicht kann ich ja den Sonnenaufgang über dem Mittelmeer sehen. Wenn Google nicht lügt, geht die Sonne um 7:44 Uhr auf, also nichts wie los. Es geht noch einige Höhenmeter hoch und ich bin an den Olympischen Stadien. Schade, dass ich keine Schwimmsachen dabei habe, denn ein paar Bahnen im olympischen Becken hätten schon was für sich. Das Schwimmbad ist tatsächlich öffentlich zugängig. Informier idch vor deinem nächsten Barcelona-Trip doch über die Öffnungszeiten und lass mich wissen, ob sich der Abstecher lohnt.
Um ziemlich genau 7:44 Uhr bin ich auf der Ostseite des Hügels, aber leider schiebt sich der Botanische Garten noch zwischen mich und das Meer. Blöd! Und für eine größere Runde habe ich leider keine Zeit. Das Frühstück ruft und meine Mitmenschen schätzen es vermutlich, wenn ich vorher noch dusche. Auf dem Rückweg folge ich der Straße, von der ich annehme, dass sie mich wieder zu den Stufen vor dem Palau Nacional führt. Am Ende lande ich direkt an der Font màgica und habe mir so viele Abwärtsstufen gespart. Macht nix! Bergrunter ist wirklich nicht mein Fall. Dann lieber berghoch und richtig beißen.

Running Barcelona | #runhappy

Für deinen nächsten Städtetrip lege ich dir wirklich ans Herz, ein bisschen Platz im Koffer für deine Laufschuhe und einen Satz Laufklamotten frei zu halten. Wenn du ein Smartphone hast, musst du gar nicht so viel Recherche im Vorfeld betreiben. Ein paar Screenshots von der Umgebungskarte deines Hotels reichen schon aus, damit du den Heimweg findest. Anschließend hast du dir die Dusche und das üppige Hotelfrühstück wirklich verdient.
Strava hat übrigens für einige Metropolen - auch für Barcelona, London oder Berlin - Streckentipps zum Laufen oder Radfahren zusammengestellt. Da findet sich für jede Gegend, Höhenprofil-Vorliebe und Streckenlänge die passende Route inklusive Fotohotspots!

Running Barcelona | Blick vom Montjuïc auf die Stadt

Mein nächster Wochenendetrip führt endlich mal wieder ins Ruhrgebiet. In Herne kann man vorzüglich am Kanal laufen, das weiß ich auch ohne Online Empfehlungen.

Wie gehst du das Lauf im Urlaub oder in neuen Städten an?
Spontan und einfach loslaufen oder mit einiger Recherche im Vorfeld?

[P.S.: Am zweiten Morgen hatte ich das dringende Bedürfnis etwas länger zu schlafen und die Meetings gingen etwas früher los, da musste ich passen, aber hoffentlich hab ich nochmal die Gelegenheit, andere Hügel und Stadtteile zu entdecken.]
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